Augustus

von John Williams

Rezension: Walter R. Winter

Der Amerikaner John Williams ist Autor und Hochschullehrer an der Universität Denver und Missouri. In teilweise fiktiven Briefen der Akteure und mit Senatsprotokollen breitet er das Leben des Augustus in diachronen und synchronen Schnitten facettenreich und spannend aus. Am Schluss des Romans kommt er in einem langen Brief selbst zu Wort. In einem Kaleidoskop von Stimmen entsteht in Briefen das Rom der Bürgerkriege und der folgenden Pax Romana unter dem Princeps Octavius dem späteren Augustus.

Unterhaltsames Lehrstück in Geschichte

»Augustus« steht nicht umsonst auf der Spiegel Bestseller Liste. Das Buch ist leicht lesbar und gibt dem Leser einen lehrreichen Einblick in die Zeit der Bürgerkriege und dem sich anschließenden augusteischen Zeitalter. Die Handelnden werden durch Williams Kunstkniff der Briefe zu lebendigen Menschen der Gegenwart. Er erklärt die historische Handlungsweise, indem er das Menschliche in den Vordergrund rückt. Die Akteure werden als Persönlichkeiten jener Zeit zeichnet.

Wenn man so will, haben wir es hier mit einer Reportage aus dem Rom der Zeitenwende zu tun, welche im Ausbreiten der Intrigen um die Macht an die US-amerikanische Fernsehserie „House of Cards“ erinnert.

Für den historisch interessierten Laien ist »Augustus« eine spannende Lektüre. Große Literatur ist es jedoch nicht.

Autor: John Williams
Genre: Roman
Verlag: dtv

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Augustus von John Williams,
erschienen bei dtv.

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